Miete oder lease deine Lieblingskleidung und -taschen

Miete oder lease deine Lieblingskleidung und -taschen

Mieten statt kaufen; das ist die Devise vieler Verbraucher heutzutage! Statt einmalig hohe Investitionen zu tätigen oder langfristige Ratenkäufe einzugehen, gibt es auch die Möglichkeit zahlreiche Produkte einfach temporär zu mieten. Von Autos, Technik oder Spielzeug kennt man so ein Prozedere schon länger, aber nun etabliert sich dieses Miet-Verhältnis immer mehr in der Modewelt. Mode wird ja immer mehr von Konsumgut zum Handelsgut und wird ständig an- und wieder verkauft. Grundidee ist dabei, dass der Nutzer eine monatliche Gebühr zahlt und sich dann aus ausgewählten Produkten und Marken Outfits zusammenstellen kann, die er dann für eine gewisse Zeit nutzen kann und sie dann zurücksendet, um das nächste Outfit zu bekommen. Gerade höherpreisige und anlassbezogene Bekleidungen oder Accessoires sind am idealsten für ein solches Miet-Konzept bzw. spart es allen Fashionistas enorm viel Geld, wenn man nur temporär den neusten Trends nachgehen möchte. Bloomingdale, Unown, Kipling und Nike sind nur ein paar Unternehmen, die sich aus diesem Mode-Leasing-Trend gebildet haben, bzw. diesen aktiv unterstützen.

Besonders die Initiative von Nike und Kipling finde besonders cool. Wie einige wissen, habe ich einen kleinen 5 jährigen Bruder und die Thematik Schuhe und Wachstum ist gerade in den ersten 10 Jahren am relevantesten. Da hat Nike nach zwei Jahren der Entwicklung ein Abo-Geschäft aufgezogen, wo Eltern im Nike Adventure Club vierteljährig, zweimonatlich oder monatlich Schuhe bestellen können. Abgerechnet wird dann monatlich zu einer festen Gebühr. In meinen Augen ziemlich clever, da gerade der Kauf von Kinderschuhen sehr mühsam ist und die Schuhe oftmals nur wenige Monate passen.

Die Taschen- und Accessoire-Marke Kipling hat ebenfalls das Mietsystem für sich entdeckt, um noch flexibler auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Häufiges Problem für Reisebegeisterten ist der Konflikt zwischen hochwertigem Reisegepäck und dem fehlenden Stauraum für die Gepäckstücke daheim. Getestet wird nun in London ein Pilotprojekt, wo man sich Gepäckstück-Pakete (z.B. Handgebäck, Koffer, Rucksack und Schultertasche) zusammenstellen kann und dann pro Tag einen Obolus zahlen muss. Man bekommt die Gepäckstücke vor Reiseantritt zugeschickt und kann diese nach der Reise problemlos wieder zurückschicken. Simplicity is the key!

Die Idee ist wirklich super in meinen Augen, jetzt müsste es nur einen Dienst geben, der all den Hypebeast-Stuff zum ausleihen anbietet. Das könnte auch eine wirksame Methode gegen die gesamte Fake-Industrie sein, da man so seine Lieblingspieces auch einfach mieten könnte. Aber da drifte ich mit meinen Gedanken vom Thema ab.

Was haltet ihr von solchen Rent-Systemen im Modebereich? Sinnvoll und innovativ oder völlig sinnfrei?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.