Fashion Resale boomt!

Fashion Resale boomt!

Gerade in der Streetstyle- und Sneakerszene sind die Wörter Resale oder Reseller ziemlich unbeliebt, denn sie bedeuten in den meisten Fällen, dass etwas teurer weiterverkauft wird, als es ursprünglich gekostet hat und das ist für die meisten ein Fluch und für die Wenigsten ein Segen. Der Resale Markt boomt immer mehr und immer limitiertere Sneaker kommen vor allem durch Nike (Stand Okt. 2019) auf den Markt. Hat man dann das „Glück“ durch ein Raffle, eine Auslosung oder direkt beim Release an einen seltenen Schuh zukaufen für den Retailpreis von meisten 100-300€. Danach stellt sich einem sofort die Frage: Sell, Stock or Rock, also verkaufen, aufbewahren oder anziehen?

‚Reseller sein‘ ist mittlerweile zu einem eigenen kleinen Business geworden, die Gewinnmargen bei seltenen Sneakern und Kleidungen kann bis zu mehrere tausend Euro für ein einziges Paar betragen. Da klingelt es in den Kassen der Menschen, die oftmals sogenannte Backdoor-Kontakte zu Schuhgeschäften haben oder durch verbotene Technik in Form von Bots an den Ausschreibungen teilnehmen und direkt an mehrere Paare seltener Schuhe gelangen, um sie dann für den Retailpreis anzukaufen und direkt für ein vielfaches weiterzuverkaufen. Ich persönlich habe in den letzten Jahren mindestens an 200 Ausschreibungen teilgenommen und genau einmal gewonnen. Ich glaube Resale ist die Lotterie der Sneakerheads und Hypebeaster.

Der Markt boomt und mittlerweile ist jedem bewusst, dass der Weiterverkauf und die Wiederverwendung von Kleidung Millionen einbringen kann. Kleidung wird plötzlich vom Konsumgut zum Handelsgut. Das Label Farfetch hat beispielsweise die Sneaker-Resale-Plattform Stadium Goods aufgekauft und dann sogar einen eigene Resale-Plattform für Designer Taschen gegründet. Dabei ist Farfetch nicht der einzige Einzelhändler, der sich auf den Resale Makrt wagt. Zalando zieht mit und hat im Einkaufszentrum Alexa in Berlin den Pop-Up Store „Zircle“ eröffnet, wo gebrauchte Mode, Schuhe und Accessoires verkauft werden, die vorher in Besitz von anderen Zalando Wardrobe Kundinnen waren. Auch H&M möchte dem Thema nachgehen und bearbeitet im Moment eine Studie mit Second Hand-Angeboten.

Nachhaltigkeit und günstigere Alternativen mit Vintage & Second Hand Kleidung auf der einen Seite und hohe Gewinnmargen mit limitierten Designerprodukten auf der anderen Seite. Egal welche Seite man unterstützt und bewertet, der Markt wird immer weiter wachsen und noch die nächsten Jahre die Modewelt stark beeinflussen und sogar lenken.

Was haltet ihr von den utopischen Resell-Preisen von Klamotten und Sneakern und geht ihr in Second Hand und Vintage Läden einkaufen? Wenn ihr Hilfe zum Thema Mode benötigt, einen Rat, eine Stilveränderung oder eine Shoppingbegleitung, dann schreibt mir gerne eine unverbindliche Mail an kontakt@philippldrs.de

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