Warum ich mein Instagram-Account gelöscht habe!

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Ich melde mich nach langer Social Media Abstinenz zurück und das gleich mit einem sehr wichtigen Thema für mich. Ich habe in den letzten 4 Jahren als Influencer/Blogger auf unterschiedlichen sozialen Plattformen sehr viel über die immer oberflächlicher werdende Gesellschaft, in der wir leben, über Freundschaften, virtuelle und reale Hater und vor allem sehr viel über MICH persönlich gelernt. Ich möchte nicht behaupten mit meinen jungen 25 Jahren aus der Schale der Lebensweisheit getrunken zu haben, aber dennoch habe ich gerade in den letzten paar Jahren gemerkt, was ich möchte, wohin ich mich entwickeln will und mit wem ich diesen Weg gehen werde. Und ein kleiner Teil dieses Lebensweges ist die Löschung meines Instagramprofils “philippldrs”:

IMG_6465Instagram (Januar 2018: 432 Beiträge, 130.973 Follower)

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Bewertung meines Profils (Quelle: https://www.influencerdb.net/insights/8b8d2a31-36cb-4a03-9ffa-752ef7d3d1b8/)

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Bewertung meines Profils (https://socialblade.com/instagram/user/philippldrs)

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Vergleich Instagram-SocialMedia-Wertigkeit mit bekannteren Influencern der heutigen Hypebeast-Szene (https://socialblade.com/instagram/compare/philippldrs/aripetrou/munich_style)

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Verlgleich Instagram-SocialMedia-Wertigkeit mit bekannteren Influencern aus meinem lokalen Umfeld Dresden (https://socialblade.com/instagram/compare/luisemorgen/patricia.kraft/matthewmister)

Ich war nun mehr als inaktiv seit Mitte 2017 (siehe Diagram oben), habe kaum Bilder gepostet und irgendwie interagiert. Das zeigt sich auch am Fall meines Rankings auf C. Erstaunlicher war es jedoch, dass ich den ähnlichen Rang habe, wie die zur Zeit bekanntesten Hypebeaster Aripetrou (europäischen Raum) und munich_style (national), die täglich posten, übermäßig aktiv sind und mit ein paar Wenigen zu den Pionieren der Szene zählen. Aber auch andere berühmte Instagramer wie Vivianfrank, Willy, sorry_not_fame etc. oder lokale Instagramer (Dresden) wie Luise Morgen, Patricia Kraft und Cindy Unger haben “nur” ein C oder D Ranking, trotz enormer Aktivität bzw. hohen Bekanntheitsgraden. Ich habe alles in allem zum guten Mittelmaß der Influencer-Szene gehört und das trotz meines eigenen speziellen Stils (Wand-Collagen), der eben nicht die typischen Lifestylebilder bietet, sondern reine Outfits. Aber genug von Rankings, Followern und Bekanntheitsgraden; ich möchte euch nun meine Erläuterung/Beweggründe für die Löschung von 4 Jahren Arbeit aufzeigen. Instagram war in Zeiten meines Studiums ein Spielplatz, um gelernte Marketingstrategien zu testen. Mit der Zeit wurde aus einem Test ein Hobby (später sogar ein Beruf) und aus dem Interesse an Mode eine Leidenschaft. Kurz darauf begann es gegen Mitte/Ende 2014, dass ich es mir zur Aufgabe gemacht habe kontinuierlich meine Styles, Outfits und meinen persönlichen Modegeschmack zu präsentieren und verschiedenste Kombinationen auszuprobieren. Instagram war für dieses Vorhaben die ideale Plattform. Schnell haben sich Anhänger gefunden und man teilte plötzlich national, wie international seine Vorliebe zur Mode mit unzähligen anderen Menschen. Dieses Gefühl gab mir immer wieder die Motivation weiterzumachen. Immer weiter an dem Projekt “Instagram” zu arbeiten und immer besser zu werden. Aber was bedeutet eigentlich “besser”? Damals war es der Inbegriff für Kreativität und Mut aus der Masse heraus zustechen, heute geht es nur noch um Follower, Likes, krasse Kooperationen, Shoutouts/Reposts und die teuersten Hypebeast-Klamotten. Der Sinn für Mode ist teilweise völlig verloren gegangen und die Mehrzahl an jungen Menschen glauben, dass man sich Style allein nur kaufen kann. Mit 25 Jahren sehe ich mich auch ehrlich gesagt nicht mehr im direkten modischen Wettkampf gegen 16-20 Jährige um die neusten und teuersten Trends der Modewelt. Gekaufte Follower, Ghost-Follower, Comment-Groups, Fake-Likes, falsche Freundschaften und gelogene Besitzansprüche, bei geborgten Klamotten von Freunden oder irgendwelchen Stores für den Flex, sind heute ja traurigerweise Gang und Gebe. Es ist auch scheinbar völlig normal, dass Unternehmen Geld für angebliche Influencer herauswerfen ohne sich wirklich Gedanken zu machen, passt derjenige und seine Arbeit zu meinem Produkt. Es geht heutzutage mehr um Quantität statt Qualität. Und das war erst die Spitze des Eisberges von den unzähligen neuen Instagram-Algorithmen, -Werbeanzeigen und -Updates einmal ganz zu schweigen. Alle die länger als 2 Jahre in diesem Fashiongame und auf Instagram unterwegs sind wissen, dass sich Instagram und deren Nutzer  extrem verändert haben. Dies soll jetzt aber keine Hasstirade gegen Instagram und die heutige Modejugend werden, sondern lediglich eine Begründung, warum ich da nicht mehr reinpasse und auch nicht mehr dazugezählt werden möchte.

Das vergangene Jahr 2017 war für mich persönlich sehr durchwachsen. Stressige Uniphasen und teilweise drei Nebenjobs gleichzeitig haben mir den Sommer sehr schwer gemacht. Darüber hinaus stand die wohl größte Entscheidung meines Lebens an.  Der Wegzug aus Leipzig nach Dresden. Mit 18 Jahren bin ich allein nach Leipzig gegangen und habe dort fast 7 Jahre meines Lebens mit Höhen und Tiefen gemeistert. Nun bin ich einem Jobangebot in eine andere Stadt gefolgt und ich kann nach den ersten Monaten behaupten, dass das eine der besten Entscheidungen war. Dresden ist eine wundervolle Stadt, ich habe tolle Menschen kennen gelernt und enge Freunde gewonnen. Ich gehe auf in meinem neuen Beruf und kann meiner Kreativität freien Lauf lassen. Geregelte Arbeitszeiten machen mir es auch endlich möglich mehr Zeit mit meiner Familie und vor allem meinem kleinen Bruder (2) zu verbringen. Gerade Familie, Freunde und der Beruf sollten den höchsten Prioritätenstand haben im Leben und nicht die virtuelle Instagramseifenblase. Ich werde mich definitiv auf mein reales Leben konzentrieren und langsam meine Zukunft planen, anstatt studentisch in das Semester hineinzuleben oder bis zum nächsten Instagram-Post zu denken. Nichtsdestotrotz bin und bleib ich modeaffin und den sozialen Netzwerken verpflichtet. Ich werde weiterhin meinen Blog und den YouTube-Channel nach und nach ausbauen und befüllen. Darüber hinaus findet ihr in meiner Bildergalerie exakt die selben Fotos von meinem alten Instagram-Profil. Somit ist nichts verloren gegangen.

 

Abschließend möchte ich mich noch mal bei all’ meinen aktiven Followern von Instagram bedanken, die über Jahre dabei geblieben bzw. neu dazu gestoßen sind. Ohne euch wäre ich nicht da wo ich heute stehe, sowohl als Blogger als auch im privaten Leben. Vielen herzlichen Dank und ich hoffe ihr folgt mir weiter auf meinem Weg.

Seid also gespannt, abonniert gern den Newsletter um up2date zu bleiben und freut euch auf regelmäßigen Content aus den Bereichen Fashion, Lifestyle and more…

 

4 thoughts on “Warum ich mein Instagram-Account gelöscht habe!

  1. Hey Philipp,
    ja das Leben besteht aus Veränderungen und manchmal muss man einfach mal einen ganz krass Strich ziehen. Vielleicht liegt es ja dann doch auch am “Alter” das man sich anderen neuen Sachen widmet und es plötzlich andere Dinge sind die mehr Bedeutung haben. Ich persönlich wünsche dir für deinen neuen Weg alles Gute und auch viel Erfolg dabei. Denn schließlich ist es ja DEIN Leben, denn man lebt ja für sich selbst und nicht für irgendwelche Follower oder soziale Medienplattformen. In diesem Sinne toi, toi, toi und ich werde weiter deinen Weg mitverfolgen.
    Gruß aus dem Ruhrgebiet in das schöne Dresden (war auch schon 2x da)
    Micha

    1. Hey Micha,
      ich gebe dir vollkommen Recht. Ich setze meine Prioritäten in MEINEM Leben einfach mittlerweile etwas anders und die meisten Menschen reden und philosophieren nur über Veränderung, aber haben keinen Mut wirklich einen Schritt zu machen. Handeln statt nur Reden und Initiative ergreifen statt sich beeinflussen zulassen und mit der Masse zu schwimmen, das sind Eigenschaften die rar geworden sind in unserer Gesellschaft!
      Ich freu mich, dass du weiterhin Teil des Weges bist und ich versichere dir die Reise ist noch lange nicht vorbei, sondern geht gerade erst richtig los!

      Beste Grüße in den “Pott” 🙂
      Philipp

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